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Kongressstruktur

Selbstverständnis, Stand und Perspektiven der autonomen Bewegung im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang

Du/ihr seid aufgefordert, den Kongress mitzugestalten. In den einzelnen Themenschwerpunkten werden verschiedene 5 bis 10 minütige Impulse in Form von prägnanten Referaten, einfühlsamen Theaterstücken, einschlägigen Praxisbeispielen oder provokanten Thesen die Diskussionen anregen.
Sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen können einen Input vorbereiten, der sich am Schwerpunkt oder einem Thema innerhalb des Schwerpunktes orientiert sowie den o.g. Leitsatz des Kongresses berücksichtigt.

Themenschwerpunkt I: Der Begriff Autonomie / das Label autonom
Aus welchen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und politischen Handlungsnotwendigkeiten hat sich der Begriff Autonomie entwickelt? Ist er zu einem Label oder zu einem Mythos geworden, der lediglich noch auf äußere Erscheinungsbilder (Randale, Klamotten, …) beruht?
Sind die Autonomen zu einer selbstbezogenen und selbstgenügsamen Sekte geworden, die von Außen nicht mehr greifbar und kritisierbar ist und sich deshalb der gesellschaftlichen Auseinandersetzung entzieht und somit auch in diese nicht mehr verändernd eingreifen kann. Ist der Begriff „Autonomie“ für die heutige politische/kulturelle Situation noch hilfreich? Wie setzten verschiedene politische Schwerpunkte (wie anti-Ra, anti-Fa, anti-Sexismus, anti-AKW, …) diesen Begriff in ihren praktischen Kämpfen um?
„Autonomie“ als Kommunikations- und Kampfbegriff, Autonomie als gesellschaftliche Utopie. Selbstbestimmung und Kollektivität als dialektische Einheit. Denn Selbstbestimmung kann nur als Kollektiv statt finden und Kollektivität nur mit selbstbestimmten Menschen.
Freitagabend, 20:00 h

Themenschwerpunkt II: Struktur, Bündnisse, Vernetzung und Organisierung
Was verbindet uns und auf welcher theoretischen sowie praktischen Basis arbeiten wir in unseren Kleingruppen, in unseren Städten, bundesweit oder international zusammen? Gibt es eine gemeinsame autonome Bestimmung?
Unter welchen Kriterien gehen wir Bündnisse ein und um welchen Preis?
Brauchen wir eine Organisierung und wenn ja, welche Form von Organisierung muss das sein, um eine revolutionäre Kraft darzustellen? Was müssen und können wir an unseren gemeinsamen Strukturen ändern, um politisches Gewicht zu erlangen?
Samstag, 10-13 h

Themenschwerpunkt III: Alltagspraxis, interne Machtverhältnisse, Kommunikation
Themensschwerpunkt geht um unseren Umgang untereinander, unter bezug auf Machtverhältnisse und unterschiedlichste Unterdrückungsverhältnisse. Dabei deckt er auch die verschiedenen bekannten –ismen ab.
Außerdem fragen wir uns, wie unsere eigene Kommunikation untereinander aussieht und wie diese geprägt ist. Ob durch vorgegebene Rollen und deren Zuschreibungen oder durch einen offenen Umgang untereinander, der Annäherung erlaubt und diese auch wünscht.
Schließlich soll es auch drum gehen, wie eine selbstbezogene Abtrennung der eigenen Lebensverhältnisse und Alltagsauseinandersetzungen vom radikalen Kollektiven handeln überwunden werden kann.
Samstag, 14-17 h

Themenschwerpunkt IV: Aktionsformen, Widerstand, Medien
Aktionsformen sollen unsere Inhalte und unseren Widerstand nach außen vermitteln. Entspricht das der Wirklichkeit? Wie sollten wir Militanz verantwortungsvoll einsetzen und perspektivisch ausbauen? Welche Bilanz können / sollen wir aus den gemachten Erfahrungen ziehen? Wie wollen wir mit der medialen Wiedergabe und den Reaktionen auf unsere Aktionsformen umgehen? Welche Rolle(n) spielen unsere eigenen Medien (nicht nur das Internet)? Wie, wo und warum könnten zufünftige Aktionsformen neu gestaltet oder weiter entwickelt werden?
Samstag, 18-21

Zusammentragung, Auswertung, Ausblick
Sonntag, 10 h

Mitmachen

Die Inputs werden soweit möglich, vorher im Internetblog veröffentlicht und auch schriftlich auf dem Kongress ausliegen. Bitte schickt uns eure Inputs, damit wir die Schwerpunkte besser koordinieren können.
E-Mail für die Anmeldung von Inputs: autonomer-input@nadir.org
Postadresse: Autonom-Kongress-Vorbereitung, Schwarzmarkt, Kleiner Schäferkamp 46, 20357 Hamburg

Ergebnisprotokoll v. Kong.-Vorber.treff 9.08

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# 12 Leute sind gekommen
# Die Mehrheit der Anwesenden will an dem Kongress sowie den Oktobertermin festhalten
# Wir haben uns auf die folgende Struktur geeinigt, wobei die Uhrzeiten noch nicht endgültig gesetzt sind. Und im Grunde auch die Reihenfolge der Themenstränge am Samstag noch variiert werden kann.

Freitag:
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Ab 18 oder 18:30 h startet der Kongress mit dem Themenstrang: der Begriff Autonomie / das Label autonom.
Es soll Impulsreferate geben, die im Groß-Plenum gehalten werden. Wie viele hängt davon ab, wie viele Leute und Gruppen zu dem Thema etwas ausarbeiten möchten; eine Zusage für solch einen Input gibt es bereits.
Anschließend können sich die Teilnehmer_innen entscheiden, ob sie im großen Plenum diskutieren wollen oder in kleineren Gruppen, die sich dann in anderen Räumen treffen können. Nach einer gemeinsam vereinbarten Zeit treffen sich alle wieder im Großplenum und es wird soweit es möglich ist, zusammengetragen, welche Punkte zur Sprache kamen.

Samstag:
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Um 10 h beginnt der zweite Themenstrang „Struktur, Bündnisse, Kampagnen, Organisierung“ mit einigen Impulsreferaten zum Themenstrang oder zu den einzelnen Unterpunkten. Auch hier ist die Anzahl davon abhängig, wie viele Gruppen/Leute was und in welcher Form einbringen möchten. In der VV meldete bereits eine Gruppe Interesse an, zum Unterpunkt „Organisierung“ etwas auszuarbeiten. Nach den Inputs wird sich in kleiner Gruppen aufgeteilt und diskutiert. Die Ergebnisse/Erkenntnisse/Differenzen der Diskussion werden kurz vor Abschluss des ersten Blocks wieder zusammengetragen (oder wann??) Abschluss ca 13 h.

Nach einer Mittagspause beginnt der Themenstrang „Aktionsformen, Widerstand und Widerstandsformen, Medien“. Zeitlicher Vorschlag: 14 bis 17 h. (Ablauf wie oben beschrieben.)

Es folgt eine Abendbrot-Pause, (etwas länger ? vielleicht bis 19 h?). Anschließend startet der letzte Block mit den Inputs zum Themenstrang „Alltagspraxis, Antisexismus, Kommunikation“. (Ablauf wie oben beschrieben.)

Sonntag:
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Am Vormittag wird alles zusammengetragen, wird überlegt, ob und wie es weitergehen kann, wird Feedback ausgetauscht u.s.w.

# Alle Themenstränge werden beim nächsten Vorbereitungstreffen am So. 16.08. um 18:00 in der Flora mit einigen Sätzen genauer umschrieben, damit sich interessierte Referent_innen mehr darunter vorstellen können. Jeder macht sich im Vorfeld Gedanken.
# Die Inputreferate werden soweit möglich, vorher im Internetblog veröffentlicht und auch schriftlich auf dem Kongress ausliegen.
# Vor- und/oder Nachbereitungsreader sind wünschenswert.

zusammenfassung vv vom 01.08.

auf der vv am 01.08. waren ca. 30 personen aus verschiedenen gruppen (antira; akw, gefangenenhilfe;…) und orten (Kiel bis Hamburg!) anwesend. die vv hatte den zweck auf grundlage der vorschläge der vorbereitungsgruppe über die struktur und die inhalte des kongresses zu diskutieren.

am anfang der vv wurde noch einmal ganz deutlich von der Veranstaltungsgruppe (VG) formuliert, dass ihrer ansicht nach der kongress im oktober nur dann statt finden sollte, wenn ein interesse besteht über autonome situation(en), politik(en) und struktur(en) zu sprechen. dieses interesse würde ihrer meinung nach durch die beteiligung, z.b. auch an einer vv, der interessierten deutlich. d.h., keine beteiligung, kein kongress. bzw. kein kongress konsum. alle anwesenden stimmten prinzipiell hiermit überein.

alle beteiligten waren sich einig, dass die diskussionen auf dem kongress nicht nur den status quo austauschen, sondern perspektivisch und zukunftsorientiert sein sollen.

die diskussion über den strukturellen rahmen des kongresses hat gezeigt, dass die meisten befürworten, wenn es am fr. (ankunftstag) eine große vv gibt, auf der das thema „autonomiebegriff, – label“ diskutiert wird. hier wurde auch die gefahr angesprochen, dass bei einer großen zahl von beteiligten erfahrungsgemäß ein aufeinander beziehen von beitragsinhalten oft nicht statt findet und konstruktive diskussionen oft nicht möglich sind.

der sa. soll in der form organisiert sein, dass personen aus unterschiedlichen politischen zusammenhängen gemeinsam in drei themenbereichen diskutieren: 1. Struktur, Bündnisse, Kampagnen, Organisierung. 2. in bezug zur „restgesellschaft“: Aktionsformen, Widerstand, Medien. 3. In bezug auf sich selbst: Alltagspraxis, Antisexismus, Kommunikation. der sinn dieser form liegt darin, sich übergreifend auszutauschen und positionen zu entwickeln, anstatt dass einzelne politische zusammenhänge wie so oft unter sich bleiben. außerdem wurde fest gehalten, dass personengruppen, die den wunsch haben, über einzelne politische felder (antifa; antira;…) gesondert zu diskutieren, sich den raum hierfür am sonntagnachmittag nehmen könnten.
die inhaltliche eingrenzung oder stärkere konkretisierung / fokussierung / fragestellung der einzelnen stränge soll noch statt finden und alle interessierten sind dazu aufgefordert, sich im vorfeld gedanken zu machen.

die frage von input(-referaten) wurde nicht abschließend geklärt. alle interessierten sind aufgefordert sich darüber gedanken zu machen und im falle eines falles zu überlegen, ob sie selbst einen input geben können / wollen. diese inputs sollen eines der drei themenstränge aufgreifen und als (fall-)beispiel(e) dienen, so dass anhand dessen ein weiterführender austausch und eine diskussion gestartet werden kann. dies soll in kleineren gruppen statt finden.

der so. soll der zusammenführung von „ergebnissen“ dienen.

Kurze Anmerkung aus dem Vorbereitungskreis

Am 18.7.09 wurde auf Indymedia ein Beitrag veröffentlicht in dem das Einladungspapier zum überregionalen Treffen am 1. August vorgestellt wurde. Dieses Papier wurde über verschiedene Email-Listen verbreitet und öffentlich verteilt. In dem Posting auf Indymedia wurde in diesem Rahmen u.a. auf eine Konzertveranstaltung im Onkel Otto hingewiesen. Der Vorbereitungskreis legt Wert auf die Feststellung, dass es keine Zusammenarbeit mit diesem Projekt gab und die Veranstaltung nicht beworben wurde. Wir freuen uns natürlich wenn Leute die Idee eines Kongresses gut finden und dies weiterverbreiten. Wir legen aber auch Wert darauf nicht als Werbeträgerformat für umstrittene Veranstaltungen mißbraucht zu werden, die zudem an Orten stattfinden die einen antisexistischen Konsens verlassen.

wech war die mail

neulich passierte folgendes: wir erhielten eine anmeldungsbestätigung auf unseren account, die nach dem anklicken nach wenigen sekunden unwiderbringlich verschwand. das ist uns noch nie passiert. eine bitte um aufklärung an den kreis blieb unbeantwortet. daher stellen wir das hier noch mal rein. ist das anderen auch so passiert? nicht alles ist sabotage, aber ganz unmöglich ist es auch nicht.